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Aktuelles

20 Jahre Berlin International School


Die Berlin International School (B.I.S.) in Berlin-Wilmersdorf ist eine Erfolgsgeschichte der Berliner Privatschullandschaft. Am 28. September 2018 feierten die Schulgemeinschaft und rund 50 geladene Gäste das 20-jährige Jubiläum. Die B.I.S. ist die erste IB-World-School in Berlin und damit Vorreiterin für internationale Bildung in der Stadt.

Andreas Wegener, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Private Kant-Schulen gGmbH, nimmt zum Jubiläum gleich zwei Urkunden entgegen: Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie in Berlin, überreichte die Anerkennungsurkunde für die Grundschule, die zum gemeinnützigen Bildungsverbund der Privaten Kant-Schulen gehört und Jane Larsson, Executive Director des Council of International Schools (CIS), das erneuerte CIS-Akkreditierungszertifikat. 

Die B.I.S. ist damit weiterhin eine der 506 besten internationalen Schulen der Welt und bietet auch den internationalen Baccalaureate Diploma-Abschluss (IB-Diploma) an. Dieser ist in fast allen Ländern anerkannt - doch in Deutschland immer noch mit Hürden versehen. Hierzulande müssen Absolventen mit diesem Abschluss zusätzliche Kriterien erfüllen, um eine Gleichstellung mit dem Abitur und damit einen Zugang zu deutschen Universitäten zu erhalten. Andreas Wegener liegt es deshalb sehr am Herzen, dass zumindest Berlin das IB-Diploma als Hochschulzulassung in naher Zukunft anerkennt. Vor allem mit Blick auf die Lissabonner Anerkennungsübereinkunft der Europäischen Union kann er nicht nachvollziehen, warum dies noch nicht geschehen ist.

Auch Berlin gratuliert zum Jubiläum

Bei ihrem ersten Besuch der B.I.S. hob Bildungssenatorin Scheeres vor allem die große Integrations-leistung der Schule hervor. Die mehr als 800 Schüler der B.I.S. kommen aus über 70 Ländern mit sehr unterschiedlichen Kulturen und Schulsystemen, und sie sprechen rund 50 verschiedene Muttersprachen. Die B.I.S. meistert diese Unterschiede jeden Tag in interdisziplinären Teams mit großem Erfolg.

Die Senatorin dankte vor allem den Pädagogen für ihre Arbeit und betonte, dass die Berlin International School besonders den vielen internationalen Fachkräften und deren Familien in der wachsenden Stadt ein wichtiges Schulangebot bietet, das sowohl deutsche als auch internationale Schulabschlüssen beinhaltet.

Für Richard Eaton, den Direktor der Berlin International School, sind es drei Dinge, welche die Schule einzigartig machen: Die lokale Verwurzelung und der gute Kontakt zu Universitäten, Schulen, Verwaltung und Politik zusammen mit der gelungenen Verbindung von lokalen und internationalen Werten, die ausgezeichnete Bildung erst ermöglichen, und der Wissensdrang, der in der Schule vorherrscht.

Den Abschluss des Vormittagsprogramms bildete der Festvortrag von Hugh Lauder, Professor für Bildung und Politische Wirtschaft von der Universität Bath. Der Autor des Buches „The Global Auction“ ging auf die Frage ein, was das Ziel internationaler Schulen sei. 

Professor Hugh Lauder mahnte dabei die große Herausforderung an, der sich internationale Schulen heute stellen müssen: Sie seien das Gegenkonzept zu immer weiter aufflammenden nationalen Tendenzen.

Zudem gelte heute nicht mehr automatisch die Prämisse, dass gute Bildung zu guten Jobs führe. Im internationalen Kontext sei der Kampf um günstigere Arbeitskräfte auch im akademischen Bereich längst angekommen. Zudem würden seiner Meinung nach auch hier durch die Digitalisierung langfristig Arbeitsstellen wegfallen.

Das weitere Programm zum Jubiläum gestalteten die Schüler der Berlin International School, unter anderem mit Instrumental- und Gesangseinlagen. Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, schnitt den Geburtstagskuchen an. Unter dem Motto: „Nachhaltigkeit leben“ pflanzten Schüler zwei neue Bäume auf dem Campus. Sie übernahmen damit die Patenschaft für je einen Baum und sollen auf diese Weise lernen, Verantwortung für die Natur zu übernehmen.

Auch das Gründerehepaar, Erika und Horst W. Seidel, ließ es sich nicht nehmen, diesen besonderen Geburtstag persönlich zu begleiten. Wenn er bedenke, wie er vor 20 Jahren gemeinsam mit Herrn Wegener und Herrn Dr. Krüger und gerade einmal 30 Schülern die B.I.S. ins Leben rief, erfülle es ihn mit großer Freude und auch etwas Stolz zu beobachten, mit wie viel Spaß Kinder und Jugendliche aus aller Welt hier zu Schule gingen und gemeinsam Werte wie Toleranz, Respekt, Verantwortung und Engagement lebten, so der 86-jährige Diplomphysiker Seidel.

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