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KANT-Preis 2017 verliehen

 

Am 15. Mai 2017 fieberten Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und weitere geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur der diesjährigen Verleihung des KANT-Preises entgegen.

Die Stifter, Erika und Horst Seidel, riefen diese Auszeichnung für herausragende Arbeiten der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Philosophie/Literatur, Naturwissenschaften und soziales Engagement im vergangenen Jahr ins Leben. „Mit Unterstützung der Stiftung führt der Schulträger diese neu begründete Tradition nun fort“ erklärte Andreas Wegener, Geschäftsführender Direktor des Schulträgers Stiftung Private Kant-Schulen gGmbH, sichtlich stolz.

Vier Jurys hatten die Schülerarbeiten, welche von Lehrkräften nominiert wurden, begutachtet und Empfehlungen für würdige Preisträger ausgesprochen. So lautete die Begründung für die diesjährige Siegerin des KANT-Preises: In dem Extended Essay beschäftigt sich Sarah-Michelle mit dem Roman „Der falsche Inder“ und der Funktion der Romanstruktur für das Verständnis der Identität des Ich-Erzählers. Diese literaturwissenschaftliche Fragestellung wird von der Verfasserin auf einem akademischen Niveau bravourös beantwortet. Sie überschreitet damit deutlich das wissenschaftspropädeutische Niveau der Sekundarstufe II. Die Arbeit zeigt neben einem tiefen Textverständnis eine hohe sprachliche und besonders fachsprachliche Kompetenz sowie eine überzeugende Argumentationsdichte. Alle Aussagen sind klar auf das Analyseziel ausgerichtet und führen zu einem stringent dargelegten Ergebnis. Sarah-Michelle ist Schülerin der Berlin International School und absolviert in diesem Jahr das International Baccalaureate Diplom (IB).

Der Lichthof der TU Berlin bot dem feierlichen Ereignis einen glanzvollen Rahmen, der nicht zuletzt durch die für den Sonderpreis ausgezeichneten Entwürfe von Schulfahnen wunderschöne Farbakzente setzte. Die musikalische Begleitung durch Schüler und Schülerinnen verlieh der Zeremonie eine persönliche Note.

Die Festrede hielt Pater Tobias Zimmermann, Rektor des Canisius-Kollegs. Mit seinem  Plädoyer für lebendige, auf Fakten basierende Meinungsfreiheit stellte er nicht nur die Verbindung zu Kant her, sondern ermutigte die Schülerinnen und Schüler zur offenen politischen Debatte, ohne das Gegenüber mundtot zu machen.

„Weltanschaulich unabhängig möchten wir unserem Namensgeber, dem großen Philosophen der Aufklärung, mehr Raum geben. Auf dass sie (selbst)kritische, denkende Mitglieder unserer Gesellschaft werden mögen“, betonte Andreas Wegener beim anschließenden Ausklang mit Fingerfood und Erfrischungen, „und mit dem KANT-Preis möchten wir dieses Anliegen befördern.“

 

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